Das Ende einer Brieffreundschaft

Der hohe, frischgefallene Schnee konnte dem alten Jeep von Sandra nichts anhaben. Sie liebte ihr unbequemes Auto, es verbrauchte wohl mehr Öl als Diesel, brachte sie aber überall verlässlich hin.

 Es war Freitagabend und sie wartete auf dem Parkplatz am Bahnhof, während sie die Reisenden beobachtete. Das Wochenende stand vor der Tür und an solchen Tagen war hier immer mehr los als üblich, die gestressten Städter hatten ihr schicken Koffer gepackt und krochen bei Freunden auf dem Land unter.

Sie verstand nicht, warum sich Freunde oder Paare immer so demonstrativ an solchen Abenden in die Arme fallen mussten, beschloss aber, keine weiteren Gedanken darüber zu verschwenden, denn sie war als Single wohl eher eifersüchtig auf solches augenscheinliches Glück.

Unwillig verzog sie ihre Lippen und trommelte nervös auf dem schäbigen Lenkrad  ihres Fahrzeugs.

Was tat sie eigentlich hier?

War sie eigentlich verrückt gewesen, mit einem wildfremden Mann am Bahnhof ein Treffen zu vereinbaren? Solche blöden Ideen kamen einem nun mal, wenn man über dreißig immer noch nicht in einer festen Beziehung lebte, das sogenannte Ladenschluss-Syndrom eben.

Sie hatte den ganzen Tag an nichts anderes denken können als ihr bevorstehendes Treffen und verabscheute sich für ihre Ungeduld. Heute sollte sie ihren Brieffreund kennenlernen, mit dem sie bereits seit Monaten per Mail im Kontakt stand. Er arbeitete an Thesen über die schönen Künste im 21. Jahrhundert, insbesondere das Herstellen von Novellen, Gedichten und Romanen. Sandra veröffentlichte unter den verschiedensten Pseudonymen den einen oder anderen Text, als freie Journalistin war sie auch schon öfter veröffentlicht worden, doch sie liebte ihr Leben im Schatten, verborgen vor dem Rampenlicht der literarischen Superstars.

Aus Sorge, zu spät am Bahnhof zu erscheinen, war sie viel zu früh losgefahren und musste jetzt noch zwanzig Minuten warten, bis der nächste Zug seine Fahrgäste aus der Stadt ausgießen würde.

Sie hoffte fast, Marten würde nicht dabei sein, sie einfach sitzen lassen, es könnte sich ja auch um einen Serienkiller handeln … sie wischte diese dummen Gedanken wieder fort, denn sie kannte ihn besser als sie sich eingestehen wollte.

Zunächst war ihr Briefwechsel sehr fachlich, höflich und kühl gewesen, doch beim Austausch über den einen oder anderen erotischen Text waren sie bald zu persönlicheren Fragen übergewechselt, die Kühle war bald vergessen worden, manchmal konnten beide sehr fachlich in ihren Beschreibungen bleiben und die Höflichkeit war irgendwann von Herzlichkeit, regelrechter Zärtlichkeit ausgetauscht worden.

Die Idee, sich wirklich kennenzulernen, war naheliegend, aber irgendwie gefährlich, denn Sandra befürchtete, sich ein völlig falsches Bild von Marten gemacht zu haben und von der Wirklichkeit enttäuscht zu werden.

Außerdem konnte sie auch seinen Erwartungen nicht entsprechen, und sie verabscheute die Idee, einen Mann per Internet kennenzulernen. Sie ging davon aus, dass sich solche Beziehungen aus dem Bauch und dem Gefühl heraus entscheiden müssten – allerdings hatte sie in der letzten Zeit mit ihren Prinzipien wenig Erfolg gehabt.

Wo wollte sie auch jemanden kennenlernen? Auf dem einsamen Dörfchen, in dem sie allein in der riesigen, alten Villa lebte, welche ihr eine entfernte Tante vererbt hatte?

Marten hatte ihr vorgeschlagen, ein Foto von sich zu schicken, um das Wiederfinden am Bahnhof leichter zu machen, doch sie hatte ihm das verboten, sie wollte nämlich ihr eigenes Bild nicht preisgeben. Sie hatte ihm einfach vorgeschlagen, sich elegant anzuziehen, mit einem roten Schal und einem schwarzen Melonenhut – absurd, aber sie würde bald wissen, ob er bereit war, dieses Spiel mitzuspielen. Sandra hatte selbst versprochen, sich sehr chic zu kleiden, mit gepflegten Make-up und einer Frisur wie aus den dreißiger Jahren.

Marten hatte diese Idee hervorragend gefunden, allerdings wenn sie sich jetzt im Rückspiegel betrachtete, entsprach ihr Bild überhaupt nicht dem, was sie ihrem Briefreund versprochen hatte. Sie hatte sich überhaupt nicht geschminkt, trug ihre dicken, warmen Wald- und Wiesenklamotten und hatte sich eine dicke Wollmütze über die Ohren gezogen. Sie wollte ihn inkognito beobachten und außerdem hätte sie sich schrecklich gefühlt, im großen Aufzug am kalten Bahnhof zu erscheinen und eventuell versetzt zu werden.

Endlich kam der hell erleuchtete Zug angefahren, die eisernen Räder quietschten ohrenbetäubend auf den Gleisen und eine vom altmodischen Lautsprecher verzerrte Frauenstimme kündigte den Passagieren den Ort an. Mit klammen Händen verließ Sandra ihr Fahrzeug und mischte sich unter die Bevölkerung im Bahnhof. Sie gab vor, nach einer Zeitung im Kiosk zu suchen und beobachtete so unauffällig wie möglich die heran strömenden Menschen. In ihrem ländlichen Outfit schenkte ihr in der Tat niemand die geringste Aufmerksamkeit und sie war heilfroh darüber.

Doch plötzlich schien ihr Herz einen winzigen Bruchteil einer Sekunde stehen zu bleiben, denn sie erspähte in der Tat einen jungen, hochgewachsenen Mann, elegant gekleidet, mit einem roten Schal und einem Melonenhut. Einzig sein schwarzer Rucksack wollte nicht zu seinem Look passen, er sah aus, als sei er direkt von einer Theaterbühne hergekommen.

Seine suchenden Augen schweiften durch die Bahnhofshalle und Sandra versteckte sich unwillkürlich ein wenig tiefer im Kiosk.

Verdammt noch mal, jetzt hatte sie noch die Möglichkeit, sich unauffällig aus dem Staub zu machen und ihn einfach so wie er war stehen zu lassen. Außerdem sah sie erbärmlich aus.

Zwei kichernde, fesch gekleidete Freundinnen kamen munter heran getrabt und musterten im Vorbeigehen diese ungewöhnlich gekleideten Mann an diesem Provinzbahnhof. Sandra musste unwillkürlich schlucken, denn sie kannte diese Art von selbstbewussten, jungen Frauen aus gutem Hause, stets gut gekleidet und nie um einen Flirt verlegen. Offenbar hatten sie ihm zugezwinkert, denn sie sah Marten automatisch lächeln.

Aber natürlich, wie hätte es auch anders sein können, dieser Intelektuelle gehörte bestimmt zu einer gehobenen Gesellschaft und wusste genau, was er von Frauen erwarten konnte. Sandra bekam es auf einmal mit unangenehmen Kopfschmerzen zu tun und in ihrem Mund hatte sich ein bitterer Geschmack breit gemacht, sie wusste nicht weiter.

Bald hatten alle Reisenden die Halle verlassen und es blieben nur noch ein paar vereinzelte Personen übrig, welche auf den nächsten Zug warteten. Vorsichtig lugte Sandra über den Zeitungsständer und erblickte ihren Brieffreund, es konnte kein Zweifel bestehen, er war es und wartete auf sie, er blickte auf seine Uhr und blickte sich suchend um.

Wie konnte sie sich eigentlich vorstellen, bei so einem Typen überhaupt eine Chance zu haben, schon mal  in ihren Klamotten, ein Holzfäller mittleren Alters hätte vielleicht etwas an ihr gefunden aber der …?

Doch sie konnte es sich nicht erlauben, ihn dort stehen zu lassen, das wäre unglaublich feige und unhöflich gewesen. Sie beide wussten, dass sie sich nur über Briefe kannten, was sollte schon schief gehen?

Als Marten ihr den Rücken zudrehte, fand sie endlich den Mut, sich heranzupirschen und ihm vorsichtig auf die Schulter zu tippen.

„Marten?“, hörte sie leise ihre eigene Stimme fragen und er drehte sich lächelnd zu ihr um, sie wäre fast etwas zurückgeschreckt, bei seinem gutmeinenden Blick und der Verwunderung in seinen Augen als er sie so da vor sich stehen sah.

„Sandra? Bist du’s? Wie ist das möglich? Habe ich irgendetwas falsch verstanden? Da wolltest doch…“, stammelte er überrascht und zog seine Hand fester um den Riemen seines Rucksackes als wollte er sich daran festhalten. Sandra schüttelte den Kopf.

„Nein, nein, entschuldige, ich hatte es mir schließlich anders überlegt, mit dem Kleid, meine ich, du verstehst schon, es ist so kalt und …“

„… und ich hätte dich versetzen können oder einfach nicht deinem Geschmack entsprechen, nicht wahr?“, ergänzte er woraufhin sie die Lippen fest aufeinander kniff und sich einfach nur blöd vorkam.

„Na was denn? Ich hätte ja ein alter Knacker sein können, oder was weiß ich?“

Es gab Momenten in ihrem Leben, in denen Sandra einfach keine passenden Worte mehr fand, wenn es darum ging, etwas mündlich auszudrücken. Wenn sie sich hinter einem Blatt Papier oder einem Computer verstecken konnte, waren ihre Sätze scharf und treffenden. Wahrscheinlich war sie ein Angsthase, ein Feigling, eine Frau, die nur in ihrer ausgedachten Welt leben konnte.

„Mein Kleid ist in der Reinigung …“, würgte sie hervor und Marten nickte nur, so wie alle gut erzogenen Männer nicken, wenn sie nichts mehr zu sagen haben.

„Wenn du magst, gehen wir, ich habe etwas zu essen vorbereitet.“, fügte sie mit matter Stimme hinzu.

„Gut, warum nicht, das hatten wir so vereinbart, außerdem ist mir kalt. In der Stadt ist es ein paar Grad wärmer als hier.“

Sandra brachte mühsam ein Lächeln über die Lippen und wagte sich nicht, ihm in die Augen zu blicken. Sie drehte sich einfach auf ihrem Absatz um und hörte wie in einem falschen Film das Geräusch seiner Sohlen auf dem schallenden Boden der Bahnhofshalle in ihrem Rücken.

Allgemein war es ja bekannt, dass der erste Eindruck eines Menschen in drei Sekunden gefallen war, wie ein Urteil, diese Zeit war mittlerweile sicher überschritten und sie führten beide ihren dummen Plan wie zwei Marionetten aus, die nichts miteinander zu tun hatten. Mechanisch stiegen sie in Sandras Jeep ein, ließen die metallenen Türen zuknallen, schnallten sich an und fuhren los.

„Tolle Karre.“, gab Marten von sich, doch Sandra wusste beim besten Willen nicht, was sie erwidern konnte, geschweige denn, davon halten sollte. Er musste sie unglaublich ländlich und einfältig finden, sie konzentrierte sich auf die verschneite Straße und wagte es nicht, in seine Richtung zu blicken.

Sandra hatte möglichst viele Lichter in ihrer Villa brennen lassen, damit diese herunter gekommenen Gemäuer nicht zu schäbig wirkten. Wenigstens sollten ihre Klamotten zu ihrem Haus passen, Marten war so schon mal in gewisser Weise vorgewarnt.

Dieser beobachtete seine merkwürdige Gastgeberin, wie sie aus dem geparkten Auto ausstieg und ohne sich nach ihm umzudrehen mit einem Schlüsselbund auf die Haustür zutrat.

Man konnte nicht behaupten, dass er sich willkommen fühlte, wahrscheinlich hätte er nie auf dieses Treffen bestehen sollen. Er war eben nur ein Tölpel, mit dem seine Fantasien durchgegangen waren.

Was hätte er anderes erwarten können? Immerhin hatte er es mit einer hochintelligenten Schriftstellerin zu tun. Wahrscheinlich hatte sie viel Arbeit und seine Anwesenheit störte sie in ihren Vorhaben mehr als alles andere.

Die Haustür stand offen und Sandra war ins Innere verschwunden, ihm blieb nichts anderes übrig, als ihr zu folgen und er nahm sich vor, so unauffällig wie möglich zu erscheinen. Als er die Tür hinter sich geschlossen hatte, betrachtete er den altertümlichen Flur, ihm fielen die antiken Fließen auf, welche aus eleganteren Zeiten stammten. Eine schmale Treppe führte ins Obergeschoss und Sandra hatte sich bereits ihres Mantels entledigt.

„Fühl dich wie zu Hause!“, sagte sie freundlich und er zog die Schultern zusammen, denn er fröstelte.

„Huh, man könnte meinen, du lebst in einem Geisterhaus…“, doch kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, taten die ihm augenblicklich leid.  Höflich ging sie nicht darauf ein, sondern schlug vor, etwas zu trinke.

„Etwas Warmes, wenn es dich nicht stört.“

„Einen Grog?“ Sie war schon in der Küche verschwunden.

„Ja, gute Idee, einen Grog.“ Neugierig blickte er in das Zimmer hinter der Tür zu seiner rechten Seite und erblickte einen geräumigen Kamin, was ihn augenblicklich an sein Elternhaus und seine Kindheit erinnerte.

„Soll ich ein Feuer machen? Es ist so kühl.“, rief er.

„Wenn es dir gefällt.“

Marten schob die Tür auf und trat in den spärlich erhellten Raum. An den Wänden reihten sich überfüllte Bücherregale, was ihn schmunzeln ließ, denn was hätte er anderes erwarten können?

Glücklicherweise lagen einige Holzscheite sorgfältig gestapelt neben dem Feuerplatz bereit, alte Zeitungen, Kleinholz und ein Feuerzeug. Selbst die kalte Asche von vergangenen Feuern war ordentlich weggeräumt. Offensichtlich mochte Sandra Abende am Kamin, vielleicht hatte er wenigstens die Möglichkeit, einen gnädigeren Eindruck bei ihr zu hinterlassen, wenn er sich einfach nützlich machte.

Einige Augenblicke später kam sie mit dampfendem Grog auf einem Silbertablett in das Wohnzimmer und er war heilfroh, dass die Flammen im Kamin bereits zu lodern begannen.

„Alle Städter beten um ein wärmendes Feuer, ihr seid es nicht gewöhnt, in schwer heizbaren Räumen zu leben. Ich hoffe, du hast an einen warmen Pullover gedacht.“, sagte sie und stellte das Tablett sorgfältig auf dem niedrigen Tisch zwischen allerhand Büchern ab. Marten legte den Kopf schief. Alle Städter? Sollte das bedeuten, dass sie andere wie ihn zu sich einlud? Er wollte nichts weiter dazu sagen und meinte belanglos:

„Der Kamin zieht gut, ein Kinderspiel, ein Feuer zu machen.“

Sandra setzte sich auf die Sofakante und hielt die wärmende Tasse zwischen ihren schmalen Händen. Ihm war ihre schlanke Silhouette aufgefallen, selbst unter ihrem dicken Rollkragenpullover und ausgewaschenen Jeans konnte sie ihre Schönheit kaum verbergen.

„Ja, der Kamin, das ist wohl hier das Einzige was gut funktioniert. Der Warmwasserkessel und die Heizung sind sehr eigenwillig, aber wenn man erst einmal mit ihnen umzugehen weiß – eine Tante vermachte mir diese alte Ding und ich bin froh darüber, denn hier kann ich mich in Ruhe auf meine Arbeiten konzentrieren.“, erklärte sie und ließ die zweite Tasse einfach auf dem Tisch stehen, bis Marten sich selbst bediente.

„Aha.“, mehr brachte er nicht heraus und er suchte verzweifelt nach einem Gesprächsthema, doch er hatte das Gefühl, jedes Wort würde für die feinen Ohren seiner Lieblingsschriftstellerin zu viel sein.  Vorsichtig begann er an seinem Grog zu trinken und gab Acht, sich dabei nicht die Lippen zu verbrennen.

„Ich habe ein gegrilltes Hühnchen und Bratkartoffeln besorgt, dazu Rotwein, ist das in Ordnung?“

Er blickte sie verwundert an und nahm die dicke Tasse aus seinem Gesicht.

„Aber natürlich …“

„Ich bin keine begeisterte Köchin.“, fügte sie erklärend hinzu.

„Deshalb bist du auch so dünn.“, wollte Marten scherzen und biss sich aber fast auf die Zunge, so bescheuert kamen ihm seine eigenen Worte vor. Sie nickte nur und erhob sich.

„Ja, das ist wahrscheinlich der Grund.“ Woraufhin sie wieder in der Küche verschwand.

Marten schlug sich mit der flachen Hand an den Kopf als er wieder alleine war, so dämlich und ungeschickt hatte er sich wohl noch nie in Gegenwart einer hübschen Frau verhalten, und diese lächerlichen Klamotten, die er trug, schienen seine offensichtliche Dummheit nur zu unterstreichen. Verärgert stellte er den Grog auf den Tisch und kramte einen Pullover aus seinem Rucksack hervor. So sollte er wenigstens nicht mehr so erbärmlich schlottern und wahrscheinlich wäre es ihr angenehm, wenn er sich ihrem Look anpassen würde und es war ihm nur Recht, sein unbequemes Jackett abzulegen.

Die wortkarge Gastgeberin ließ den Ofen anheizen und holte das gegrillte Hühnchen aus dem Kühlschrank, wobei ihr Blick auf die protzende Champagnerflasche fiel, was Sandra wie ein weiterer Beweis für ihre naiven und unrealistischen Vorstellungen erschien. Sie war eine törichte Göre, Marten konnte gar nichts an ihr finden, sie war zu dünn, er durfte auf keinen Fall den Champagner im Kühlschrank entdecken. Hastig ließ sie die Tür des Kühlers zuschnappen als ihr Gast plötzlich in der Küche auftauchte.

„Kann ich helfen?“, fragte er gewinnend und setzte sein gut eingeübtes Lächeln auf, so kam es ihr zumindest vor. Außerdem hatte er sich seinen Pullover angezogen, was wohl bedeutete, dass er ihr nicht gefallen wollte.

Sie nickte nur und dachte bei sich, dass sie sich seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr kaum weiterentwickelt hatte. Unglaublich romantisch hatte sie immer irgendwelchen unerreichbar schönen Männern hinterher geträumt, aber mutigere Frauen waren ihr stets zuvor gekommen. Um einen Mann zu kämpfen, jedenfalls ganz am Anfang eines Flirts, kam ihr abartig vor, deshalb hatte sie sich mit Typen ihrer zweiten Wahl zufriedengeben müssen, doch solche Geschichten waren nie von Dauer gewesen.

Offensichtlich sollte dieser gutaussehende Marten zu diesen Männern gehören, bei denen sie nie wusste, wie sie sich verhalten sollte. Hätte sie bloß zugelassen, ein Foto vorher von ihm zu sehen, dann wäre es zu diesem zum Scheitern verurteilte Treffen nie gekommen. Ohnehin hätte sie sich auf ihre ursprüngliche Meinung berufen können, dass man Männer nicht übers Internet kennenlernen kann.

Draußen war Wind aufgekommen und im ganzen Haus waren merkwürdige Geräusche zu vernehmen. Das Abendessen hatten sie ins Wohnzimmer vor den Kamin getragen und konnten sich wenigstens über das Wetter unterhalten – ein belangloseres Gesprächsthema konnte man sich nicht wünschen.

Marten fand sie unnahbar, mit ihrem seidigen, dunklen Haar und ihrem Gesicht einer jungen Madonna aus längst vergangenen Zeiten. Die Abwesenheit von jeglichen Make-up ließ sie verletzlich und dennoch auf ihre Art selbstsicher erscheinen. Sie benötigte keiner Künstlichkeit, um ihre Schönheit dem Blick der Welt zu schenken, fast als gehöre heutzutage Mut dazu, sein wahres Gesicht nicht zu verstecken.

Der Rotwein hatte in ihm für ausreichend Entspannung gesorgt, dass ihn ihre Wortkargheit nicht mehr störte. Sie erschien um so geheimnisvoller, obgleich sie mit unzähligen Briefen ihre Empfindungen, Ideen und Träume ausgetauscht hatten, allerdings schienen diese Mails auf seinem Computerbildschirm zu einer anderen Welt zu gehören, in Wirklichkeit wusste er nichts über sie.

Er beobachtete sie, wie sie Holz im Kamin zum Brennen nachlegte und empfand sie noch schöner, glücklicher Weise trug sie kein Kleid oder einen eleganten Rock, aber eigentlich war er ein Dummkopf, ein Mann, der sich in irgendwelche primitiven Fantasien verrannt hatte. Ihr Verhalten gab ihm mit Deutlichkeit zu verstehen, dass sie nicht an ihm interessiert sein konnte.

Irgendwann entschied Sandra, dass es spät genug sei, sie ihm sein Gästezimmer zeigen wollte und sich selbst zur Ruhe begeben mochte. Gut, was blieb ihm anderes übrig als einzuwilligen? Sie führte ihn zu seinem Zimmer im oberen Stockwerk, ließ ihn wissen, wo Bad und Toilette zu finden waren und saubere Handtücher bereit lagen. Er bedankte sich und sah ihr nach, wie sie in ihrem eigenen Zimmer verschwand.

„Sandra?“, rief er ihr fragend nach, woraufhin sie in ihrer Bewegung inne hielt, den Türknopf fest in der Hand und ihn anblickte.

„Würde es dich stören, wenn ich mir etwas zu Lesen aus dem Wohnzimmer hole?“

Sie schüttelte nur den Kopf und wünschte ihm eine gute Nacht, danach war ihre Tür zu.

Also nein, solch eine absurde Situation hatte er noch nie erlebt. Er befand sich allein mit einer wunderbaren Frau, nachts in einem einsamen Haus, schien allerhand von ihren Fantasien, ihren Verlangen, ihren Begehren zu wissen, nach all dem was er von ihr gelesen hatte, und sie ließ ihn wie einen begossenen Pudel auf dem kühlen Flur stehen – irgendetwas war völlig schief gegangen.

Zornig und enttäuscht über sich selbst, beschloss er, sich zunächst eine warme Dusche zu gönnen, dabei würde er sich beruhigen.

Anschließend fühlte er sich besser, zog sich frische Sachen an und ging wieder runter in den Raum mit den unzähligen Büchern. Irgendetwas Interessantes würde er dort schon entdecken, denn an Schlaf konnte er nicht denken, außerdem heulte der Wind in den Gipfeln des Hauses, wie ein ungezogenes Kind.

Sandra fühlte sich bedrückt, wie eine Schauspielerin im falschen Film. Automatisch stellte sie ihren Computer an und klickte sämtliche neue und unerwünschte Werbenachricht aus ihrer Mailbox weg. Dabei musste sie auf den Ordner blicken, welchen sie den Namen ‚Marten‘ gegeben hatte und dort feinsäuberlich seine Mails aufbewahrte. Dieser anregende, romantische und detailgenaue Briefwechsel war genau das Richtige für sie gewesen. Manche von seinen Beschreibungen hatte sie unzählige Male gelesen. Ihre eigenen Texte kannte sie, was viel aufregender war, die Reaktionen eines Mannes zu erfahren, offensichtlich hatte sie sich in ihrem Schreibstil und ihrer Feinfühligkeit verbessert, doch was hatte das schon mit dem echten Leben zu tun?

Nie hätte sie es zu diesem Treffen kommen lassen sollen, denn damit hatte sie mehr zerstört als alles andere.

Ihre Gedanken verloren sich zwischen den geschriebenen Zeilen ihres Brieffreundes und es fiel ihr schwer, sich vorzustellen, dass dieser Mensch von nebenan, ihr Gast sich hinter diesen Briefen verstecken konnte. Mit den geschriebenen Worten war alles einfacher, klarer und befreiender. Seine Neugierde war offen und nicht gekünstelt.

Der jungen Frau wurde warm beim Lesen der erotischen Beschreibungen, so wie immer, sie schrieb nur ab und zu Geschichten in diesem Genre und hatte sich von den feinfühligen und eindeutigen Briefen ihres Korrespondenten fangen lassen.

Die Glocke der Kirche auf dem Dorfplatz schlug Mitternacht und es war Zeit für sie, sich wirklich zur Ruhe zu begeben. Ihre innere Unruhe ließ Sandra aber bei Weitem nicht an Schlaf denken, was für Narren die Männer doch sein mochten, wenn sie glaubten, eine Frau würde völlig anders als ein Mann funktionieren.  Erregende Worte oder Bilder beeinflussten sie ebenso wie jeden Mann, ihr Geschlecht reagierte unabhängig, eigenwillig, regelrecht nervig in gewissen Situationen, aber Sandra kannte ihren Körper gut genug, um zu wissen, dass sie wie schon so oft einfach selbst Hand anlegen müsste, bevor sie sich einen erquickenden Schlummer gönnen konnte …

Gegen Mitternacht entschied sich Marten ebenfalls, sein Schlafzimmer aufzusuchen. Die unzähligen interessanten Bücher in Sandras Sammlung konnten unmöglich aus einem Leben stammen. Ihre Tante musste ihr das Haus mit den Möbeln und allen Gegenständen überlassen haben.

Was für eine geheimnisvolle Familie, dachte er bei sich und schaltete das Licht im Wohnzimmer aus. Der stürmische Wind hatte die Wolkendecke zerrissen, so störte es nicht, wenn er den Lichtschalter im Flur nicht sofort fand, denn das blasse Mondlicht erhellte die schmalen Stufen ausreichend. Auf leisen Socken schlich er sich in das obere Geschoss, denn es wäre noch ungeschickter von ihm gewesen, seine merkwürdige Gastgeberin in ihrer Ruhe zu stören.

Als er sich an ihrer verschlossenen Tür vorbeistehlen wollte, wurde er auf ein verhaltenes Seufzen aufmerksam, seine neugierigen Ohren schienen sich zu spitzen, obwohl er sich dieses Geräusch bei dem heulenden Wind ebenso hätte einbilden können. Mit zusammengekniffenen Lippen und angehaltenen Atem legte er behutsam sein linkes Ohr an die Tür, sein Blut begann zu kochen als er sich beinahe gewiss war, dass die schöne Frau allein in ihrem Zimmer wohl schwer beschäftigt mit ihrem Körper war.

Hatte er sich der Länge nach in ihr getäuscht?    Verlangte es ihr nach ihm?

Seine Hand umschloss den altmodischen Türknauf, doch hatte er nicht den Mut zu öffnen. Seine aufgereizte Fantasie konnte ihm genauso einen üblen Streich spielen und  nun drückte er sich wie ein rotziger Schulbengel an der Tür seiner heimlichen Liebe die Ohren platt.

Vielsagende Stille machte sich breit und Marten ließ behutsam den Griff los, um bloß kein Geräusch zu verursachen. Kein Licht drang durch das Schlüsselloch oder unter dem Türspalt hervor. Er befahl sich, so vorsichtig wie möglich in sein Zimmer zu schleichen und sich von seinen dummen Gedanken abzulenken.

In dieser Nacht hatte Marten keine erquickende Ruhe finden können, der störende Sturm und seine aufgewühlten Gedanken an Sandra hatten ihn fast um den Schlaf gebracht. Früh am Morgen wurde er von gleisender Sonne geweckt, denn die Tage im Februar waren bereits  länger geworden und er hatte gestern um Mitternacht nicht daran gedacht, seine Fenster zu verdunkeln. Kurz entschlossen stand er von seinem Bett auf und blinzelte in die verschneite Landschaft. Jetzt konnte er auch den Kirchturm sehen und dachte sich, dass es in so einem Dörfchen bestimmt eine leckere Bäckerei geben könnte. Rasch zog er sich an, wickelte fest seinen Schal um den Hals und genoss die friedliche, frische Stimmung des verschlafenen Samstagmorgens. Der Schnee glitzerte unter den Sonnenstrahlen, Sandras Jeep war fast völlig ein geweht, im Laufe des Tages würde der Schnee geräumt sein müssen, aber vorläufig wollte Marten nach einer Bäckerei Ausschau halten.

Als er fündig geworden war und mit einem Papierbeutel gefüllt mit frischen, warmen Croissants die Tür von Sandras Haus aufschob, hörte er sofort am Rauschen und Poltern des veralteten Heizsystems, dass seine Gastgeberin sich eine Dusche genehmigte. Sorgfältig schloss er die Haustür hinter sich zu und blickte sich in der Küche nach einer Kaffemaschine um. Einzig ein älteres italienisches Model aus Aluminium, welches auf dem Gasherd erhitzt werden konnte, sollte ihm diesen Dienst leisten. Er kannte diese Dinger aus der Küche seines Großvaters und wusste, dass man hervorragenden Kaffee damit kochen konnte, man musste nur auf die Dosierung Acht geben. Wo mochte Sandra ihren Kaffeevorrat bloß verstecken? In den Schränken war nichts zu finden, also blieb ihm nichts anderes übrig als im Kühlschrank nachzuschauen, wo ihm augenblicklich die Champagnerflasche auffiel. Dieses Element war das erste, was seinen Vorstellungen von Sandra bisher entsprach – eine  anspruchsvolle Kennerin, welche genau wusste, was sie will.  Vielleicht hatte er mit seinen Croissant und heißen Kaffee doch noch eine Chance, sich selbst in ein gnädigeres Licht zu setzen. Erleichtert fand er eine Dose mit duftenden, gemahlenen Bohnen und machte sich daran zu schaffen, dieses Getränk zu zubereiten.

Als Sandra aus dem Bad kam und sich anziehen wollte, fiel ihr sofort der angenehme Duft eines verheißungsvollen Frühstücks aus, was sie lächeln ließ. Sie fühlte sich zwar immer noch wie eine dumme Gans, aber der strahlende Sonnenhimmel sollte diesen Tag wohl etwas angenehmer beginnen lassen. Kaum hatte sie sich angezogen, setzte sie sich an ihren Computer und sortierte ihre Notizen von den vergangenen Tagen. Kurz darauf zuckte sie zusammen, weil an der Tür geklopft worden war.

„Ja, was gibt’s?“, fragte sie mit der Bemühung, ihre Stimme fest klingen zu lassen.

„Ich habe Kaffee gemacht und Croissants besorgt, magst du jetzt davon oder soll ich das Frühstück lieber in die Küche stellen?“, hörte sie Martens Stimme durch die Tür.

„Nein, nein, es ist schon in Ordnung, komm ruhig rein.“ Sie war sehr überrascht von seiner Initiative und beobachtete, wie er behutsam das Tablett vor sich her balancierte und schließlich auf der breiten Fensterbank abstellte.

„Guten Morgen, gut geschlafen?“, erkundigte er sich. Sandra fragte sich, ob der Kaffee oder das Sonnenlicht daran schuld war, dass er in diesem Augenblick viel verständnisvoller aussah als gestern?

„Danke, und selbst?“

„Naja, das Heulen des Windes war schon lästig, aber es ging schon.“ Vorsichtig schüttete er von dem dampfenden Getränk ein.

„Zucker? Milch?“

„Ein Löffel Zucker, danke.“ Marten gehorchte, rührte sorgfältig und reichte ihr die Tasse. Die Art wie er sie über den Tassenrand hinüber anblickte, ließ ihr das Blut zu Kopfe steigen. Er hatte wunderschöne, braune Augen, verlegen schaltete sie den Computer aus, hoffte, dass ihm ihre Gesichtsröte nicht aufgefallen war, immerhin hatte sie gerade geduscht, und nahm die Tasse entgegen. Er blieb einfach vor dem Fenster stehen, wartete bis sich das heiße Getränk etwas abgekühlt hatte und betrachtete die verschneiten Dächer durch die alten Glasscheiben.

„Gehört dieser Teil zu deinem Haus dazu?“, erkundigte er sich und deutete auf das angewinkelte Gebäude direkt unter dem Fenster. Sandra stand auf und schaute ebenfalls hinaus.

„Ja, das dort ist ein Anhang, aber ich bewohne ihn nicht.“

„Er ist schlecht isoliert, das kann man am geschmolzenen Schnee auf dem Dach erkennen.“

„Ich weiß, diese Räume sind schwer zu heizen und ich kenne mich nicht mit so etwas aus, solche Arbeiten kosten unglaublich viel Geld…“, erklärte sie entschuldigend.

„Nicht unbedingt, wenn Du magst, schau ich mir das nachher mal an. Vielleicht bedarf es gar nicht so viel.“

Sandra musste lachen und deutete auf die Croissants.

„Frisches Gebäck zum Frühstück, eventuelles Heimwerken. Was für versteckte Talente hast du denn noch?“

Daraufhin antwortete Marten nichts, sondern nahm einen Schluck.

„Mit meinem Vater zusammen habe ich am Wochenende und in den Ferien unser altes Haus renoviert. Das hat zwar Zeit in Anspruch genommen, aber wir waren unglaublich stolz auf unsere Arbeit. Lass mich ruhig einen Blick in den Giebel werfen.“

„Wenn du meinst.“ Sie wusste wieder nicht was sie sagen sollte und schien sich hinter ihrer Tasse verstecken zu wollen. Marten betrachtete ihr feines Gesicht, ihre blasse Haut, die zarten Wimpern, ihre Haare hatte sie mit einer Klammer hochgesteckt, ein feiner Duft ging von ihrer Haut aus, sie trug einen ausgewaschenen, schwarzen Kaschmirpullover mit V-Ausschnitt, nicht zu tief, genau so, um ihre Feinheit zu unterstreichen, wenigstens stand sie neben ihm, als sei ihr seine Gegenwart überhaupt nicht unangenehm.

Würde sie zurückweichen, wenn er sie auf die Wange küssen würde?

Sandra blickte ihn fragend an, denn sie hatte seine Blicke gespürt. Im Grunde bedurfte es wenig, dass Marten gar nicht mehr unnahbar erschien, sie senkte ihre Augenlider und musste lächeln. Allein diese winzige Geste beschleunigte seinen Herzschlag, er stellte seine Kaffetasse auf das Tablett ab und griff vorsichtig nach ihren Händen, Sandra ließ es mit sich geschehen, sie freute sich über seine Berührung, beobachtete, wie er ihr die Tasse entnahm, ihr Gesicht behutsam zwischen seine Hände nahm und sie küsste, sie antwortete mit aller Selbstverständlichkeit auf die vielversprechende Berührung seiner Lippen.

Er konnte sein Glück kaum fassen als sie seine Küsse erwiderte, vorsichtig kostend zunächst, doch bald so innig, dass sich sein Verstand wie ein Kreisel drehte. Marten spürte ihre zarten Hände an seinen Handgelenken und wollte von ihren wunderbaren Lippen nicht mehr ablassen. Er liebte es, ihr seidiges Haar zwischen seinen Fingern zu fühlen, ihr Kopf schien so kostbar und der Geschmack ihres Speichels gefiel ihm unglaublich gut.

Irgendwann beendete sich ihr leidenschaftlicher Kuss und Sandra mochte es, wie er sich fast verlegen auf die Unterlippe bis. Martens Brust hob und senkte sich, er holte tief Luft und sagte leise:“Und ich dachte schon, ich würde dir überhaupt nicht gefallen.“

„Ach so, und aus diesem Grunde hast du mir frische Croissants gebracht?“

Er nickte und blickte in ihre blaugrauen Augen, Sandra musste leise lachen.

„Na, da haben wir uns eben missverstanden …“

Ihre Gesichter vereinten sich zu einem weiteren innigen Kuss, er schlang überglücklich die Arme um ihren Körper und genoss es zu spüren, wie sie sich geschmeidig der Länge nach an ihn schmiegte. Er fühlte ihren weichen Busen durch den Stoff ihrer Kleidung an seiner Brust, möglich, dass sie keinen BH trug, wann durfte er mit seinen neugierigen Händen dessen sichergehen?

Leidenschaftlich schob er sie vor sich her zur Wand, wie seine bereitwillige Gefangene,  die auf seine Gesten und Umarmungen geschickt wie eine Tänzerin antwortete. Mit seinen Lippen suchte er nach ihren feinen Ohren, hin zu ihrem schlanken Hals, sollte sie sich doch an seinen Küssen erlaben. Ihr Pullover war über ihre Schulter verrutscht,  bemerkenswert welche einfachen Gesten und Anblicke auch heute noch einen Mann um den Verstand bringen konnten, ihre helle Haut, ihr schneller Atem zeugten von ihrer Leidenschaft, sanft biss er ihr in die Schuler und genoss ihr überraschtes Aufstöhnen. Es war als habe sich das Warten von einem zum nächsten Brief seiner Korrespondentin gelohnt und sollte heute endlich zu einer erlösenden Erfüllung führen.

Wie selbstverständlich fanden seine Hände ihren Weg unter ihren Pullover und fanden ihre schweren, vollen Brüste, was ihn nicht wenig überraschte, offenbar verstand Sandra es, sich vor unerwünschten Blicken anderer geschickt zu verbergen. Sie genoss die Berührung von heiß ersehnten Männerhänden auf ihren Busen, alle Zweifel waren aus ihren Kopf fortgeblasen und ein unerwartetes Selbstbewusstsein machte sich in ihr breit. Elegant ließ sie ihr weiches Kleidungsstück über ihren Kopf streifen, löste die unbequeme Klammer aus ihren Haaren und liebte den bewundernden, gierigen Blick Martens auf ihren weiblichen Körper.

„Siehst du, so dünn bin ich gar nicht.“, flüsterte sie, doch Marten beugte sich zu ihr hinab und begann ihren Busen zu küssen, zu liebkosen, schmeckte ihre sich versteifenden Spitzen und atmete den Duft ihrer pulsierenden Haut ein, bis er wieder zu ihren Mund finden musste. Rasch wollte er sich seinem Pullover entledigen, er musste ihre Haut gegen die seine pressen, sie spüren, ihren Körper kennenlernen.

Überraschend geschickt half sie ihm aus Pullover und T-Shirt raus und betrachtete genießend seine entblößte Brust. So stolz hatte er sich unter den verlangenden Augen einer Frau noch nie gefühlt, siegessicher schmiegte er sich an sie, hörte ihren schnellen Atem in seinen Ohren fauchen und schob fester seine Hüften an die ihren. Sie konnte zweifelsohne seine Erregung durch den Stoff ihrer Hosen spüren, er schob seinen Schenkel zwischen die ihren und genoss es, wie sie sich an ihn schmiegte, wortlos, genießend, verträumt.

Wie selbstverständlich glitt Martens linke Hand unter ihre Bekleidung, sie war schlank genug, dass er nicht den geringsten Wiederstand über ihren flachen Bauch hin …

(… natürlich hört die Geschichte hier nicht auf, da wo es erst richtig nett wird. Wer weiter lesen möchte, kann sich bei mir melden, einfach einen Kommentar hinterlassen …)

 

 

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6 Antworten zu Das Ende einer Brieffreundschaft

  1. Pingback: Romane 2012

  2. jessicabecker18021991 schreibt:

    die story gefaellt
    mir 🙂

  3. jessicabecker18021991 schreibt:

    die story gefaellt mir 🙂

  4. Jan Leyendecker schreibt:

    Gut und unterhaltsam geschriebene Geschichte mit interessant ausgeführten Charakteren.
    Sie liest sich sehr flüssig und ich würde sehr gerne weiter lesen.

    Liebe Grüße
    Jan

    PS: ich bin über Google+ hergeführt worden

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