Empfinden …

Ach ja, Sensationen, Gefühle, geballt in meinen geschriebenen Texten, das entspricht nicht den Erwartungen eines professionellen Lektorats und vielleicht ist der moderne Leser damit auch nicht einverstanden, findet meine Sprache ‚schwulstig’ und überlagert, uncool eben nicht aktuell …

Ja und?

Oder: So what?

Mein Leben in einer der ‚schönsten Städte der Welt’ ist erfüllt von Befehlen und Pflichten, in denen sogar ein menschliches Lächeln destilliert und synthetisch wird – man kann einen Menschen durch einen anderen austauschen – normal.
Sensationen sind für die, die bezahlen können, die anderen überleben. Also schreibe ich Geschichten aus einer ausgedachten Welt, in der Menschen Menschen sein können mit Sinnen und Wahrnehmungen. Also ist ein Morgen frisch, eine Holztür mächtig und erdrückend, um nur zwei bescheidene Beispiele zu nennen.
‚tschuldigung, und wenn ich nur für mich schreibe, auf meine Bahnfahrten zur Arbeit und nach Hause und in meinen Mittagspausen. Dieses Schreiben ist für mich wie Luftholen, aufatmen in einer Welt, die mich erstickt.
Die einzige Lösung aus diesem unangenehmen Gefühl rauszukommen, ist der resignierte Rat, sich mit dem, was man nicht ändern kann, abzufinden, um glücklich zu sein.
Meiner Meinung nach sind Künstler großherzige Egoisten.
Also schreibe ich eine Geschichte genauso auf, wie ich sie mir wünsche, dann das Buch hätte ich sofort gekauft, wenn es mir über den Weg gelaufen wäre (am wohlsten fühle ich mich in Büchereien und Buchläden und so …). Da ich so eine Geschichte nirgends finden konnte, fing ich an, sie selbst aufzuschreiben, nur für mich = egoistisch.
Wer mag, kann sie lesen = großherzig?!
Alles andere wird sich zeigen …

P.S. – manche Kundinnen kommen gerne in den Laden und erzählen mir alles Mögliche von ihrem Leben, ihren gelesenen Büchern und ihren Meinungen und Ansichten … sie sind im Schnitt um die 70 Jahre alt …

http://www.facebook.com/pages/Die-Legenden-aus-Merim/118352588246282

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