Gewinnspiel zu „Legenden aus Merim“

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Direkt aus dem Forum:

Legenden und Namen sind oft stärker als Gesetze. Jedes Volk hütet seine Geschichten und Helden wie einen Schatz. Entscheidungen werden getroffen, um eine Tradition zu respektieren. Taten werden gerechtfertigt, weil es ein Name verlangt.
Doch wo bleibt der Mensch in diesen Tragödien? Keiner von uns Erdenkindern konnte sich die Legenden seines Volkes oder seiner Familie zum Zeitpunkt seiner Geburt aussuchen. Braucht es Helden, um den Bann eines Schicksals zu brechen?
Oder braucht es nur Mut, ein menschliches Leben als eigenständige Person mit seinem Namen und der Geschichte seiner Vorfahren zu leben?

Hört sich spannend an? Das ist es auch! Stephanie Berth-Escriva schuf mit „Die Legende aus Merim“ eine atemberaubende Geschichte. Wir sind uns sicher, dass ihr Tibor und die anderen Charaktere lieben lernen werdet 😉
Bis zum 28.02.2013 verlosen wir sogar 5 eBook-Exemplare dieses spannenden Romans! Beantwortet einfach die Gewinnspielfrage zur Leseprobe – Mit nur etwas Glück fällt das Los auf euch und ihr zählt zu den Gewinnern.

Hier geht´s zur Leseprobe:

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Ein paar ehrliche Kommentare, die mich sehr berührt haben:

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dublinertinte kommentierte am 28.10.2012Merim I
Vom Feinsten! Absolut stimmige Geschichte, bei den Charakteren, Namen und Beschreibungen angefangen. Ich bin gespannt, wo uns die Geschichte hinführt.

Liebe Grüße DublinerTinte

edgein kommentierte am 26.08.2012erster Eindruck
Sauber geschriebene Fantasy, die flüssig von den Lippen geht.
Man merkt das die Autorin Ahnung hat, von dem was sie tut, und in der Lage ist ihren Charakteren Leben einzuhauchen.
Trotz eines, für meinen Geschmack, etwas zu impulsiven Handlungsablaufes hat man Lust auf mehr.
Hier sind die Dialoge hervorzuheben.
Zur Spannung der Handlung werde ich mich noch nicht äußern, da ich das Werk erst in seiner Gesamtheit beurteilen möchte.
Mit bestem Gruße: DER edgein

elisa1007 kommentierte am 11.07.2012Seltsam, in dieser Szene in der Mronda nach außen hin unerbittliche Stärke demonstriert, habe ich das Gefühl ihre Einsamkeit beinahe mit Händen greifen zu können…
Auf ihr Zusammentreffen mit dem Elbenkönig bin ich sehr gespannt…

buechereimaus kommentierte am 22.08.2012Als ich es selber einmal versuchte,
fand ich es furchtbar schwierig, eine Schlacht zu schildern. Sich das Grauen vorzustellen und es zu beschreiben, sind zwei recht verschiedene Dinge. Doch ich finde, Du hast das sehr gut hinbekommen!
Die Strategien waren klar und auch das „Ambiente“ stimmte.
Nun hoffe ich sehr, dass Larian den Breschnia nicht schon in der kommenden Nacht den Sieg abringt.

Jana

Ah, mutige Helden!
Tibor gefällt mir, er hat sowas jungenhaftes. Mutig der junge Mann, so mit der Prinzessin zu reden …
Aber wenn´s wie im richtigen Leben zugeht, sind seine Chancen vermutlich nicht sehr hoch – schade eigentlich.
Dass Mronda Larian nach dem ersten Sieg noch mal freigibt, ist seltsam. Ich meine, sie hätte ihm ja nicht gleich die Kehle durchschneiden müssen, aber gefangensetzen hätte sie ihn können …
´Doch die Puzzelteile müssen alle passen, im wahren Leben wie in jeder guten Geschichte.
Bei mir kommentiert auch manchmal jemand: „Wie konnte er/sie nur?““ Dann freu ich mich, den Leser überrascht zu haben.
Jetzt aber ich mich erst mal auf die Fortsetzung!
Jana

serja. kommentierte am 14.10.2012Ein schönes Ende, dass ich so nicht erwartet hätte. Aber werden ja bestimmt im 2ten Teil mehr erfahren! (Ja du hast mir Hoffnung gemacht 😉 )

geschichtenautorin4 kommentierte am 09.10.2012Wow! 🙂 Das Ende hat mich nicht nur…
Wow! 🙂 Das Ende hat mich nicht nur verwirrt, sondern auch noch sprachlos gemacht …^^ Respekt! 😉


 

 

… und nette Kommentar von Lesern der Serie ‚Entracte‘ :

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klausblochwitz kommentierte am 24.10.2012Entracte I
Hier wird die körperliche Gier, das Verlangen von Mann und Frau auf einander ohne jede Schranke sehr detailiert erzählt.
Dadurch verbleibt ein Gefühl des Verständnisses und auch der Freude darüber, dass sich zwei Menschen völlig vorbehaltlos der körperlichen Liebe hingeben können.

Meint Klaus

niccolina kommentierte am 02.08.2012kleines Zwischenspiel!
dieser Ausschnitt deiner Hauptgeschichte (die ich nicht gelesen habe) lässt mich mit erhöhtem Herzschlag und sensibilisierter Haut zurück ^^ Wahnsinn…
Sehr empfindsame, fast schon scheue Worte findest du hier für die schönste Nebensache der Welt, hast mich damit völlig in ihren Bann gezogen, machst mich neugierig auf die „Die Legenden aus Merim“, denn deine Art Bilder zu umschreiben, Stimmungen einzufangen ist schon fast hypnotisch… 😉
Mehr dazu in der Gruppe.
Bis dahin liebe Grüße
Nicole

allsummerlong kommentierte am 02.09.2012ein Fest der Sinne
deine Sprache katapultiert in vergangene Zeiten, sie harmoniert perfekt mit dem Inhalt. Die Liebeszenen erlebe ich sprachlich fast ein wenig schüchtern, gepaart mit liebevoller Hemmungslosigkeit ergibt das eine bezaubernde Mischung.

bleistift6 kommentierte am 14.07.2012Entracte II
Oh‘ ja, da sind sie wieder jene wunderschönen Worte, die Dir die erotischen Geschichten nur so aus der Feder fließen lassen.
Selbst die erotisch intimsten Momente werden mit künstlerischem Geschick gemeistert, ohne jemals anstößig oder gar vulgär zu wirken.
Ich kenne niemanden, der so zauberhaft und ohne Scham, derart sinnlich erotische Situationen so wunderschön in Szene setzen kann, wie Du.
Tatsächlich möchte man beim Lesen Deiner erotischen Kunstwerke in Demut sagen:
„Panta rhei“
Bezaubernd und kraftvoll geschrieben.
LG Louis 🙂

patmccraw kommentierte am 04.10.2012wow!
Wieso fällt mir nach deinen Büchern eigentlich nie etwas anderes ein als „Wow“? :)))

velvetvenus kommentierte am 06.01.2013Was für eine Geschichte!
Und welcher Ausdruck von tiefen Gefühlen…
Besser kann man es nicht schildern…eindringlich und zart zugleich…
Liebe in ihrer reinsten Form…just love

GLG Val

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Rezension zu „Ein geheimnisvoller Gmork“ von Stephanie Berth-Escriva

http://blog.bookrix.de/?p=6316

Ein eigenartiger Gast

Die Autorin Stephanie Berth-Escriva ist schon seit Längerem auf BookRix angemeldet und erfreut die dortigen Leserinnen und Leser mit einer vielseitigen Palette von Texten unterschiedlicher Genres. Auch ihr Talent für das Zeichnen hat sie bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun hat sie den Schritt gewagt, ihre Werke einem noch breiteren Publikum vorzustellen, eine Entscheidung, die ich höchst erfreulich finde. Daher möchte ich Euch heute eines ihrer neusten eBooks vorstellen. „Ein geheimnisvoller Gmork“ hat sich nämlich im Bücherschrank versteckt. Das muss man doch neugierig werden!

Das Werk ist als Kinderbuch eingestuft. Wir lernen die Schwestern Tine und Meike kennen. Sie sind eines Abends allein zu Hause und wollen sich eigentlich gerade schlafen legen, doch Meike, die jüngere der beiden, traut sich nicht, da sie felsenfest davon überzeugt ist, dass auf der Toilette „etwas ist“. Tine reagiert zuerst genervt, schaut dann aber selbst nach und muss feststellen, dass ihre Schwester recht hat. Ein sonderbares Wesen sitzt in dem engen Raum und beäugt die staunenden Kinder misstrauisch. Durch den Einsatz zahlreicher schmackhafter Lebensmittel gelingt es ihnen endlich, den Besucher wenigstens aus der Toilette zu locken. Aber er enteilt in das Schlafzimmer der Eltern, wo er Chaos stiftet. Als letztes Mittel bringen die beiden Mädchen Frikadellen ins Spiel, die das kleine Kerlchen schließlich milde stimmen. Während er sich vollgefressen zwischen Tines Stofftieren zur Nachtruhe begibt, versuchen die Schwestern herauszufinden, was es mit diesem Wesen auf sich hat, das sie liebevoll den „Gmork“ taufen.

Die hier berichtete Geschichte ist absolut liebenswert und sehr gut zum Vorlesen für kleine Kinder geeignet. Die Figuren und ihre Dialoge wirken allesamt auf Anhieb sympathisch. Auch enthält die Handlung eine Menge amüsanter Szenen, die mich immer wieder haben vergnügt schmunzeln lassen. Trotzdem kommt die Spannung nicht zu kurz. Tine und Meike wollen ja dem Gmork helfen, wieder in seine angestammte Umgebung zurückzufinden, befürchten aber, die Eltern könnten dies missverstehen und sich Sorgen machen, weshalb die Kinder das Geheimnis um den sonderbaren Gast für sich behalten. Dadurch wirkt die Geschichte recht abenteuerlich.

Stilistisch ist der Text für ein Kinderbuch sehr angenehm und niveauvoll ausgefallen. Außerdem kommen einige bezaubernde Zeichnungen vor, die von Wolfgang Berth, dem Vater der Autorin, eigens für das Buch angefertigt worden sind. Insgesamt kann man also sagen, dass „Ein geheimnisvoller Gmork“ ein sorgfältig und liebevoll ausgearbeitetes Kinderbuch ist, das nicht nur die Herzen der kleinen Leserinnen und Leser erobern wird. Preislich ist es mit 2,99€ geradezu billig, wenn man bedenkt, dass hier eine sehr wertvolle Geschichte dargeboten wird.

ISBN: 978-3-95500-267-1

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Empfinden …

Ach ja, Sensationen, Gefühle, geballt in meinen geschriebenen Texten, das entspricht nicht den Erwartungen eines professionellen Lektorats und vielleicht ist der moderne Leser damit auch nicht einverstanden, findet meine Sprache ‚schwulstig’ und überlagert, uncool eben nicht aktuell …

Ja und?

Oder: So what?

Mein Leben in einer der ‚schönsten Städte der Welt’ ist erfüllt von Befehlen und Pflichten, in denen sogar ein menschliches Lächeln destilliert und synthetisch wird – man kann einen Menschen durch einen anderen austauschen – normal.
Sensationen sind für die, die bezahlen können, die anderen überleben. Also schreibe ich Geschichten aus einer ausgedachten Welt, in der Menschen Menschen sein können mit Sinnen und Wahrnehmungen. Also ist ein Morgen frisch, eine Holztür mächtig und erdrückend, um nur zwei bescheidene Beispiele zu nennen.
‚tschuldigung, und wenn ich nur für mich schreibe, auf meine Bahnfahrten zur Arbeit und nach Hause und in meinen Mittagspausen. Dieses Schreiben ist für mich wie Luftholen, aufatmen in einer Welt, die mich erstickt.
Die einzige Lösung aus diesem unangenehmen Gefühl rauszukommen, ist der resignierte Rat, sich mit dem, was man nicht ändern kann, abzufinden, um glücklich zu sein.
Meiner Meinung nach sind Künstler großherzige Egoisten.
Also schreibe ich eine Geschichte genauso auf, wie ich sie mir wünsche, dann das Buch hätte ich sofort gekauft, wenn es mir über den Weg gelaufen wäre (am wohlsten fühle ich mich in Büchereien und Buchläden und so …). Da ich so eine Geschichte nirgends finden konnte, fing ich an, sie selbst aufzuschreiben, nur für mich = egoistisch.
Wer mag, kann sie lesen = großherzig?!
Alles andere wird sich zeigen …

P.S. – manche Kundinnen kommen gerne in den Laden und erzählen mir alles Mögliche von ihrem Leben, ihren gelesenen Büchern und ihren Meinungen und Ansichten … sie sind im Schnitt um die 70 Jahre alt …

http://www.facebook.com/pages/Die-Legenden-aus-Merim/118352588246282

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Warum eine Geschichte wie ‚Vergessene Tränen im Regenwetter‘ schreiben ?

Als das Thema ‘Verbotene Liebe’ in einem Wettbewerb erwähnt wurde, dachte ich mir, dass es in fast allen Geschichten, an denen ich arbeite, darum geht. Besonders in ‚Den Legenden aus Merim‘.

Also, wenn ich schon meine Zeit und meine Energie für so ein Thema in einem umfangreichen Buch hergebe, dann kann ich wenigstens eine Kurzgeschichte dazu schreiben. Denn ich frage mich ganz einfach: was ist verboten und warum?

Für manche ist das Verbotene aufregend, für andere beängstigend, wieder andere finden das Verbotene verwerflich und skandalös.

Viele Menschen, die den Mund aufmachen, um ihre Meinung kundzugeben, behaupten, das Verbotene sei toll und geben vor, das Verbotene gerade dann zu tun, wenn es verboten ist.

Aha!

Interessant!

Ich beobachte die Welt um mich herum und allerhand Leute, die mich umgeben und ich beobachten kann, leben nicht so, denn es herrschen überall Verbote!

Gerade was die Liebe anbetrifft!

Theorie und Praxis!

Oder mein persönliches Problem?

Ich denke nicht, denn ich habe in der Tat Verbote überschritten und dafür bezahlt, was ich bis heute noch tue. Manche Narben bleiben. Vielen Geboten habe ich nicht zugehört und stand allein mit meiner Entscheidung da. Die Zeit bewies, dass ich recht hatte. Es ist mir gleichgültig, ob ich Recht oder unrecht habe, aber das Leben folgt Gesetzen, die wir weder beherrschen, oft gar nicht erklären können.

Zeitungen und Illustrierte sind voll mit Geschichten von Menschen, die die Regeln nicht akzeptieren, Skandale pflegen und Verbotenes tun.

Es scheint so als würden die wenigen, die sich unserem Voyeurismus zur Verfügung stellen und damit ein saftiges Business am Leben halten, uns befriedigen, damit wir artig in unserer Komfortzone ausharren können.

Denn angenommen, eine Frau aus guten Verhältnissen würde alles aufgeben und einem obdachlosen Mann folgen, bis zur eigenen Existenz aufgeben.

Wer würde das wirklich verstehen?

Wer würde ihr wirklich beistehen?

Meiner Meinung nach niemand!

Eine Arbeitskollegin erwartet momentan ein Kind von einem verheirateten Kollegen, der selbst Familienvater ist.

Niemand weiß davon!

Es handelt sich um einen Skandal!

Es ist falsch …

Ich habe einen gut betuchten Traumschwiegersohn in den Wind geschossen, mit der Bezeichnung: eingebildeter, aufgeblasener Lackaffe!

Wenn ich mich heute über unsichere Zukunftsverhältnisse und fehlenden Komfort für mich und meine Kinder beklagen würde, könnte ich im besten Fall ein: ‚Hab ich dir doch schon vor Jahren gesagt!’, rechnen.

Regeln und Verbote gibt es überall. Am Schlimmsten sind die unausgesprochenen.

Daher diese Geschichte.

Befolge die Regeln deiner Welt, damit du anerkannt wirst!

Befolge sie nicht – wehe dir, denn du musst dich allein durchschlagen. Sollte dir dein Weg gelingen, wirst du Neid ernten!

Wahrscheinlich beschäftigen wir uns daher so gerne mit Problemen, die uns nichts angehen, denn die lenken von unseren eigenen Tabus ab!

 Vergessene Tränen im Regenwetter

Sie lebt in unserer scheinbar freien Welt der unbegrenzten Möglichkeiten ein Leben, von dem so manche Frau nur träumen mag.
Er lebt für idealistische Ideen einer ursprünglichen Menschheit in jedem von uns.
Jeder von uns sollte sich in acht nehmen, nicht seine Ideen wie stumme Tränen im Regenwetter zu vergessen.

http://www.bookrix.de/_title-de-stephanie-berth-escriva-vergessene-traenen-im-regenwetter

 

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Ein Kuss ist wie ein Versprechen!

(Ein ‚Abzweig‘ aus dem 8. Kapitel aus den Legenden aus Merim)

Aus der traumlosen Dunkelheit weckten ihn sanfte Berührungen an seinem Gesicht. Sein Schädel dröhnte, über seiner Stirn pochte der quälende Schmerz einer offenen Wunde. Es mussten zarte Frauenhände sein, die sich um seinen Kopf kümmerten und behutsam seine Verletzung versorgten. Sie stellte sich bemerkenswert geschickt an, denn sie war in der Lage, seine Schmerzen zu lindern.
Ellwynns Mund war ausgetrocknet, er bemühte sich, seine Worte zu finden, versuchte seinen Gaumen zu befeuchten bevor er mit rauer Stimme verlauten lies:
„In dieser Nacht habe ich versagt …“ Die Frau, die sich um ihn kümmerte, bedeutete ihm mit einem sanft zischenden Geräusch, sich ruhig zu verhalten.
„Ich schwor einst, mein Leben für ihn zu geben, seine Sicherheit hing einzig von mir ab. Nun habe ich meinen Schützling endgültig verloren.“Er öffnete langsam seine schweren Augenlider und brauchte eine Weile, um etwas im Morgenlicht erkennen zu können. Schließlich zeichnete sich aus den verschwommenen Schemen das wunderschöne Gesicht seiner Pflegerin heraus. Sie lächelte ihm wohlmeinend zu und reinigte das blutgetränkte Tuch in einer Schüssel mit klarem Wasser.
„Dann haben wir etwas gemeinsam“, fügte sie hinzu, wrang das Tuch aus und näherte sich erneut ihren Patienten. Dabei vermochte er, sie genauer zu betrachten.
„Wie kommt es, dass ich von einer Bréschèniadame gepflegt werde?“, erkundigte sich Ellwynn, woraufhin sie lächelte.
„Mir ist mein Schützling auch seit Tagen abhandengekommen. Also pflege ich verletzte Krieger. Doch einer einfachen Frau wie meiner Wenigkeit kann der Krieg nur zuwider sein.“
Ellwynn schloss die Augen und ließ sich genießend ihre Fürsorglichkeit gefallen. Ein außerordentlich angenehmer Duft ging von ihr aus, ihre Hände waren warm und ihre Stimme sanft wie Samt.
„Eine einfache Frau redet so nicht! Es könnte Euch Probleme bereiten, wenn jemand von Euren Leuten bemerkt, dass Ihr Elbenkrieger pflegt“, sprach Ellwynn leise und bedacht, denn ihre gute Nähe sollte so lang wie möglich andauern. Nichts konnte in diesem Moment heilsamer sein, als die zärtliche Nähe einer schönen Frau.
„Ich bin einfach genug, um keine Meinung im Ablauf des Krieges abgeben zu können. Doch kann ich mich um einen großen Ritter kümmern, der ein beschwichtigendes Wort für den Elbenkönig finden kann.“
Jetzt blickte Ellwynn ihr direkt in ihre nahen Augen, stahlblau, von dichten Wimpern umrahmt, strahlend vor gütiger Weisheit und wohlgemeintem Verlangen.
„Also ist Eure Fürsorge mir gegenüber nicht ohne Interesse“, stellte er raunend fest, woraufhin sie ihre Augenlider senkte und lächelte.
„Kann es von einer Frau in meinem Alter anders zu erwarten sein?“ Sie setzte sich schließlich dicht neben den Krieger auf den Waldboden, seine Wunde hatte aufgehört zu bluten, in ein paar Augenblicken würde sie eine heilende Salbe auftragen können. Sie mochte sein Gesicht, in dem Erfahrung und unzählige Geschichten zu lesen waren.
„Während meiner Wartezeit kann ich nicht untätig bleiben. Ich bin die Kammerzofe der Prinzessin, doch zu diesem Zeitpunkt pflege ich ihr verletztes Gefolge. Nach eurem glorreichen Angriff in unseren Wäldern sind beide Armeen zerborsten. Es wird Tage dauern, bis sich die Überlebenden versammeln können. Auf meinem Streifzug durch Merimbin ich auf dich gestoßen. Deiner Rüstung nach zu urteilen, verfügst du über einen hohen Posten in der Armee der Elben. Wahrscheinlich bringt es mehr für den zukünftigen Frieden ein, wenn ich dir dabei helfe, wieder auf die Beine zu kommen, als dich deinem Schicksal zu überlassen.“
Ellwynn trank ihre Worte von ihren weichen Lippen und schenkte ihr ein ergebenes Lächeln. Entschieden kramte sie in ihren Utensilien und fuhr mit ihrer Pflege fort. Sie genoss ihre neue Aufgabe, in der Nähe eines verletzten Recken war alles einfach und klar, selbst wenn ihr Herz in seiner Nähe wild wie das eines jungen Mädchens trommelte. Sie nutzte diese notwendige Möglichkeit, sich so einem Mann zu nähern, der unter anderen Umständen ihre Person nicht beachten würde. Nachdem sie sorgfältig die Wunder versorgt hatte und ihm ein stärkendes Getränk reichte, berührten seine Hände die ihren. Unter den Bäumen Merims, verborgen vor den richtenden Augen anderer, war es natürlich, Herzen sprechen zu lassen. Sie vernarrte sich in die dunklen Augen des Elben und lächelte schelmisch.
„Ich bin bereit alles zu tun, was in meiner Macht steht, um Männer wie dich vom Frieden zu überzeugen“, bekundete sie leise und bedeutungsschwer. Ellwynn erwiderte ihr wissendes Lächeln, das würzige Getränk breitete sich wohl in seinem Köper aus, er lehnte seinen Kopf an den Baumstamm, gegen den er gestützt saß, und atmete tief durch.
„Wie ist dein Name?“
„Mésoja.“

*

Mésoja packte mit präzisen Handgriffen ihr Bündel zusammen aber sie war nicht bei der Sache. Es war Zeit für Ellwynn zu gehen, es gab nichts mehr zu sagen. Kaum hatte er wieder zu sich gefunden und war auf die Beine gekommen, musste er wohl seinen Pflichten nachgehen. Die Pflichten rufen immer, keiner ist frei!
Mésoja presste ärgerlich die Lippen aufeinander. Was bildete sie sich auch ein? Männer verfügten über noch weniger Mut als Frauen, Regeln zu brechen. Und sie verstanden nur Frauen, die sich wie Nutten an ihren Hals warfen, um geliebt zu werden. Liebe, ein großes Wort für einfaches Verlangen, was vom Leben schon zu viel verlangt war. Lächeln, Pflegen und Träumen durfte sie, alles andere ging sie nichts an.
Wahrscheinlich wartete eine andere Frau irgendwo auf diesen großen Krieger. Eine Frau ihres Alters, gelangweilt vom alltäglichen Leben und uninteressanten Aufgaben. Eine Frau, der die Schönheit ihres Mannes nicht mehr bewusst war, die Müdigkeit des Alltags jeden Reiz abgestumpft hatte.
Eine Frau, die vielleicht im Laufe der Jahre fett geworden war, der er treu bleiben wollte… zornig zerrte sie das Bündel zusammen. Ja, sie mit ihren dünnen Armen und ihrer verdammten Bescheidenheit wurde nicht beachtet.

Ellwynn beobachtete die schlanke, tapfere Frau, wie sie eifrig ihre sieben Sachen zusammensammelte. Nun war es ihre Aufgabe, sich anderen Verletzten zuzuwenden. Andere Krieger würden ihr Wissen und ihre Hilfe brauchen. Er musste zusehen, auf dem schnellsten Wege den Wald zu verlassen und seinen Weg über die große Ebene zurück in das Lager der Elben zu gehen. Mehr konnte er nicht von ihr erwarten, aber er wusste genau, dass er geheim von ihren Lippen träumen würde. Bedanken musste er sich bei ihr, das war das Mindeste.
Sein Herz pochte heftig bis zum Hals, dabei hätte ihm übel werden können, als er schließlich ein paar Schritte zu ihr tat und sprach:
„Wir werden uns wahrscheinlich nicht wieder sehen. Ich mag es nicht versäumen, mich bei dir für deine Fürsorge zu bedanken…“ Er überlegte, suchte nach Worten.
„Es ist so lange her – mir scheint, ich habe jede Höflichkeit vergessen …“, murmelte er, woraufhin sie plötzlich herzlich lachen musste. Sie ließ ihren Sack liegen und richtete sich auf. Dabei wagte sie sich kaum, ihn anzublicken, als fürchte sie, er könne ihre schlechten, launischen Gedanken in ihrem Gesicht lesen.
Wie reizend ihre helle Haut im neuen Tageslicht schimmerte, einer reifen Frau, die es verstanden hatte, ihr inneres Feuer zu erhalten. Vielleicht waren es gerade ihre Jahre von Lebenserfahrung, die ihren Reiz anreicherten.
Er atmete tief und ernst durch, was könne ihm schon widerfahren, wenn er ihre Hand nehme und diese zum Abschied küsste? Sie war eine vornehme Dame, ausgewählt für ihren Takt und ihr Wissen, sich um die Prinzessin der Bréschènia zu sorgen.
„Ich danke Dir …“, flüsterte er behutsam als er ihre schmale, kräftige Hand zu seinen Lippen fuhr und sich bedächtig darüber beugte. Heißes Blut pochte in ihren Wangen, einfach bei der Berührung seiner Hand an der ihren, seine Lippen waren so warm, sie spürte seinen Atem auf ihren Handrücken. Ihr Herz hämmerte wie wild in ihrer Brust als wolle es sich aus seinem Gefängnis befreien. Ganz leicht und sanft nutzte sie diese unverhoffte Gelegenheit, ihre Hand in der seinen umzudrehen und an seine Wange zu legen. Ellwynn blickte sie an, sie liebte es, die warme Haut seines Gesichts, seines nachwachsenden Bartes, die tiefe Falte an den Seiten seines Mundes zu fühlen. Was mochte dieser Mensch schon alles in seinem Leben gesehen haben?
„Du bist ausgehungert“, stellte sie leise aber bestimmt fest und streichelte sanft mit ihrem Daumen die Seite seiner wohlgeformten Nase. Sie lächelte freudig über ihren eigenen Mut. Ellwynn schmiegte sein Gesicht an ihre Hand, schloss kurz die Augen, es war so einfach, sich ihm noch ein kleines Stück zu nähern und seine Lippen zu küssen. Er antwortete ihr augenblicklich, behutsam und sacht als müsse er sich an ihre Nähe gewöhnen. Oder es störte ihn bereits sein elender Harnisch, der es ihm unmöglich machte, diese Frau in seine Arme zu schließen. Eine kalte, metallene Hürde, die menschenfeindlicher nicht sein konnte. Doch ein Kuss ist wie ein unausgesprochenes Versprechen, welches seinen eigenen Gesetzen folgte. Mésojas Finger verirrten sich in der klammen Wärme seines Nackens unter seinem Haar. Sie fühlte seine Ohren, seine Schläfen, seine Wangen, seinen kräftigen Hals und verstärkte den Nachdruck ihres Kusses, kostend und seine Antwort erforschend. Ihr Herz überschlug sich vor Freude über sein Erwidern und sie beobachtete heimlich seine nahen, geschlossenen Augen, sein vor Sehnsucht ergebenes Gesicht.
Ellwynns Hände suchten die Nähe ihres weiblichen Körpers, unter dem Stoff ihres Kleides konnte er ihre schlanke Taille fühlen. Wie gierig und gut ihre Küsse waren, er hätte nicht erwartet, an so einem Moment von einem leidenschaftlichen Frauenmund verwöhnt zu werden. Sollte sie doch tun, was sie wollte, allein mit ihren Lippen und ihren heißen Fingern in seinem Nacken erweckte sie sein brennendes Verlangen nach ihr.

„Du bist ebenso ausgehungert wie ich“, flüsterte er atemlos, als sie von seinem Mund abließ. Mésoja schlug wie ertappt ihre Lider über ihre glänzenden Augen und biss sich kurz auf die Unterlippe. Langsam ließ sie seinen Kopf los, ihr rechter Zeigefinger hängte sich am Rand seines Harnischs fest.
„Mit deiner Erlaubnis würde ich dir gerne helfen, deine Rüstung abzulegen …“ Sie brach ihren Satz ab, denn die Worte blieben ihr im Hals stecken.
„… damit ich dich in die Arme nehmen kann.“ ergänzte er lächelnd. Doch sie nahm ihre Hand weg und sprach:
„Du musst denken, ich würde mich jeden Mann an den Hals werfen.“
„Das ist mir gleichgültig“, raunte er, doch sie war sich nicht sicher, ob dies ein Kompliment war. Noch bevor sie einen Rückschritt tun konnte, umfasste er rasch mit beiden Händen ihren zarten Kopf und küsste sie abermals. Sie sollte spüren, wie es um ihn beschert war.

(…)

Weiter lesen ?

Entracte I

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Die Legenden aus Merim VI – Der Zweikampf

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Die Legenden aus Merim – weitere Kapitel zum Lesen vorhanden :

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Warum ­eine Geschichte wie ‘­Odurs Zorn’ ­schreiben ?…

Warum ­eine Geschichte wie ‘­Odurs Zorn’ ­schreiben ?

Das Jahr 2012 und das Jahr des Drachen, da liegen Ideen von Apokalypse und Weltende nahe. Menschen und Götter gehören zusammen, fragt sich, wer wen erschaffen hat?
In meinen Fantasygeschichten fließt eine philosophische Idee ein, sei sie noch so einfach. Außerdem war ich in dem Moment, wo ich diese Geschichte geschrieben habe, ziemlich sauer, regelrecht überdrüssig vom Theater unserer ach so heilen Welt.
Die Frage nach ­dem ‚Mensch, wer bist du eigentlich?’ stelle ich mir ständig. Die Protagonistin funktioniert perfekt in ihrer Welt, doch vermisst ihre eigentliche Existenz als Mensch, als Frau, sie fragt sich, wer sie ist und was sie tut? Doch solche störenden Fragen können mit Medikamenten abgestellt werden … ich finde diese Idee abscheulich.

In alten Sagen wurde der Drache des Chaos vom Gott des Lichtes besiegt, bevor die Welt entstand. Aber was wissen wir schon von Geschichten, die sich Menschen ausgedacht haben? Nichts leichter als einen kriegerischen Drachen im Kosmos zu finden, der über die Macht verfügt, eine Apokalypse auf der Erde zu entfachen. Nur weil in seinem Stolz keine Menschenseele mehr an ihn glaubt, geschweige denn ihm zuhören würde.

Der Zufall will es, dass die Protagonistin in ihrer Verzweiflung die Augen des Ungeheuers erkennen möchte.
Was darauf hin geschieht, mag in alten Geschichten erzählt worden sein. Jungfrauen, die sich dem Drachen opfern, oder geopfert werden, vielleicht sehnten die sich auch nach einem anderen Leben mit mehr Wahrheit. In einer Welt, in der ­Männer Männer, ­Frauen Frauen und ­Kinder Kinder sein dürfen … das hört sich einfach an, aber ist wohl das Schwierigste, wenn ich unser Leben so beobachte.

„Reite mich!“, sagte ­Odur zu seiner neuen Gefährtin. Unnötig zu erklären, was das zu bedeuten hat. In alten Zeiten wurde Sex als etwas Heiliges angesehen – warum nicht? Es muss doch nicht alles vermarktet werden, so wie zum Beispiel der unschuldige Schlaf eines kleinen Kindes auf dem Werbeplakat, das die Protagonistin so ankotzt …

Nun denn, aus diesem Wust, dieser Wut ist eben die KG ‚­Odurs Zorn’ entstanden. Sie entspricht sicherlich nicht den Erwartungen aller, aber nach dem Wettbewerb werde ich mir den Spaß erlauben und daran weiterschreiben.

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Mronda tritt auf …

Vor den Kriegern standen acht mächtige Soldaten vollbewaffnet, Diener warteten auf ihre Dienste im Hintergrund und sie kam mit abgemessenen Schritten, pochenden Stiefeln hervor getreten,Mronda, Tochter des Herrschers der Bréschènia. Ihr strenger Blick wanderte über die Gesichter der versammelten Truppe. Ihr helles, verschlossenes Gesicht von störender Schönheit überragte etwas die Soldaten zu ihrer Seite und ließ ihre schwarze Bekleidung noch düsterer erscheinen.

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